Die Häufigkeit ernährungsbedingter Erkrankungen steigt permanent. Übergewichtigkeit, Fettleibigkeit und Diabetes mellitus sind die besonderen „Problemzonen“. Die Einhaltung der „ zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für Ernährung“ hilft bei der Prävention und bei der „Wiederherstellung eines normalen Gewichts ( Tab.1.).
Nützlich ist auch die „Ernährungspyramide“. Aber auch Tumorerkrankungen lassen sich zu einem gewissen Teil auf bestimmte Ernährungsgewohnheiten zurückführen.
Es bestehen zwar keine universell akzeptierten Richtlinien, aber durch einen gesunden Lebensstil mit gesunder Ernährung kann das Risiko, an Krebs zu erkranken, vermindert werden, oder aber ein schon vorhandenes Krebsleiden günstig
beeinflusst werden (Tab. 2).
Die DGU …..
- führt für Sie Ernährungsberatungen durch, wobei bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Stoffwechselerkrankungen, Osteoporose, Allergien, Hauterkrankungen, Krebserkrankungen im Rahmen der Rehabilitation, zur Vermeidung von Mangel- und Fehlernährung bzw. zur Vermeidung und Reduktion von Übergewicht und im Rahmen der Praevention) die Kosten nach vorheriger Genehmigung von der Krankenkasse übernommen werden.
- stellt bei Vorliegen einer onkologischen Erkrankung einen individuellen Ernährungsplan auf.
Tab. 1. „Die zehn Regeln der Deutschen Gesellschaft für gesunde Ernährung“
Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin
- Vielseitig essen.
- Getreideprodukte mehrmals am Tag und reichlich Kartoffeln.
- Gemüse und Obst – nimm „5 am Tag“.
- Täglich Milch und Milchprodukte, ein- bis zweimal pro Woche Fisch, Fleisch. Wurstwaren sowie Eier in Maßen.
- Wenig Fett und fettreiche Lebensmittel.
- Zucker und Salz in Maßen.
- Reichlich Flüssigkeit.
- Schmackhaft und schonend zubereiten.
- Nehmen Sie sich Zeit zum Essen.
- Achten Sie auf Ihr Wunschgewicht und bleiben Sie in Bewegung.
Tab. 2 „Ernährungsempfehlungen bei onkologischen Erkrankungen“
(Quelle: Checkliste Ernährung, Thieme Verlag)
- Abwechslungsreiche Ernährung.
- Konsum chemoprotektiver Lebensmittel/ -komponenten fördern.
- Pflanzenreiche Ernährung bevorzugen.
- Kontrolle des Körpergewichts.
- Körperliche Aktivität fördern.
- Alkoholvermeidung bzw. – restriktion.
- Einschränkung der Fleischzufuhr (möglichst Fisch, Geflügel oder Wild; Fleisch und –produkte sollten <10% der Gesamtenergiezufuhr betragen.).
- Fett und Öl möglichst als pflanzliche Öle in geringen Mengen zuführen, auf mehrfach ungesättigte Fettsäuren achten.
- Salzzufuhr limitieren (< 6g/d, Verwendung von Kräutern zum Würzen).
- Adäquate, sachgerechte Lebensmittellagerung.
- Zubereitungstechniken beachten (Fleisch z.B. nur mit niedrigen Temperaturen garen, Anbrennen vermeiden, Minimierung des Konsums von gegrilltem Fleisch und Fisch).
- Rauchen vermeiden.
Quellenverzeichnis:
„Checkliste Ernährung“, Paolo M. Suter, 3. Auflage, Thieme Verlag
„Taschenatlas Ernährung“, H.K. Biesalski,P. Grimm, 4. Auflage , Thieme Verlag
„Ernährungsmedizin und Diätetik“, H. Kasper, 10. Auflage, Urban und Fischer
„Wikipedia“
Deutsche Gesellschaft für Ernährungsmedizin