gutartige Prostatavergrößerung
Die Prostatavergrößerung, auch benigne Prostatahyperplasie (BPH) genannt, kommt generell beim alternden Mann vor.
Eine Prostatavergrößerung ist dann als Krankheit anzusehen, wenn entsprechende Beschwerden (häufiges Wasserlassen sowohl am Tage als auch nachts, Nachträufeln, abgeschwächter Harnstrahl, Restharnbildung, bis hin zum akuten Harnverhalt) auftreten. Eine Einschätzung der Erkrankung kann über einen standardisierten Fragebogen (IPSS Score ) erfolgen.
Zur Diagnostik sind Urinuntersuchung, Ultraschall inkl. Restharnbestimmung, Harnstrahlmessung (Uroflowmetrie), Röntgenuntersuchung und ggf. eine Blasenspiegelung notwendig.
Je nach Stadium der Prostatavergrößerung genügt eine medikamentöse Therapie, oder es ist eine operative Behandlung erforderlich. Sollte eine medikamentöse Therapie keine ausreichende Besserung der Symptome bringen, muss operiert werden. Je nach Größe der Prostata kommt eine Prostataabhobelung durch die Harnröhre (TUR-P) oder eine offene Prostataadenom-Entfernung (Op-Verfahren nach Millin) in Frage.